Der Talisman. Eine Auszeichnung für außergewöhnliches Engagement

Mit der Verleihung des Talisman zeichnet die Deutschlandstiftung Integration Menschen aus, die sich durch ihr Engagement für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft verdient gemacht haben. Die öffentlichkeitswirksame Verleihung der begehrten Auszeichnung setzt ein starkes Signal für Vielfalt auf allen gesellschaftlichen Ebenen und würdigt vorbildhaftes Engagement, das zur Nachahmung ermutigt.

Der Stiftungspreis wurde 2019 erstmalig verliehen. Die Preisträgerin war Margot Friedländer. Mit der Holocaust-Überlebenden ehrte die Stiftung eine Frau, deren Lebensgeschichte eine Mahnung gegen das Vergessen ist. Bei einem großen Festakt am 14. Mai wurde ihr im Beisein von hochrangigen Gästen, der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Bundespräsident a. D. Christian Wulff und Dr. Mathias Döpfner, der die Laudatio hielt, der Talisman überreicht. 

Bis zum Jahr 2014 trug die Auszeichnung den Namen Goldene Victoria für Integration. Zu den Ausgezeichneten gehörten dabei Persönlichkeiten wie Miroslav Klose, Regine Sixt, Rüdiger Grube, René Obermann, Liz Mohn, Dietmar Hopp und Aydın Doğan.

#EsKamenMenschen

In diesem Jahr haben wir den „Talisman für gesellschaftlichen Zusammenhalt“ der Deutschlandstiftung Integration in einer feierlichen Zeremonie im Bundeskanzleramt an vier beeindruckende Menschen verliehen.

Der 60. Jahrestag des Anwerbeabkommens mit der Türkei bietet Anlass, Vertreterinnen und Vertreter der ersten Einwanderungsgeneration aus den verschiedenen Anwerbeländern zu ehren. Ihr Beitrag prägt Deutschland bis heute, wo mittlerweile über ein Viertel der Menschen eine eigene oder familiäre Migrationsbiografie hat. Aus Gästen wurden Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Deutschland maßgeblich mitgestalten. Das verdient unsere höchste Anerkennung.

Unsere Preisträger und Preisträgerinnen

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, der Vorsitzende des Stiftungsrats der Deutschlandstiftung Integration Bundespräsident a.D. Christian Wulff und Staatsministerin Annette Widmann-Mauz haben die Auszeichnung für besondere gesellschaftliche Leistungen stellvertretend an vier Menschen überreicht, die im Rahmen der unterschiedlichen Anwerbeabkommen der BRD und DDR nach Deutschland kamen und sich entschlossen haben zu bleiben. 

Mit ihrer harten Arbeit und unermüdlichem Engagement ebneten sie den Weg für den Erfolg ihrer Kinder und Enkel. Diese arbeiten heute erfolgreich in den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft oder Kultur und gestalten unsere Gesellschaft maßgeblich mit.

Auf der Veranstaltung haben die prominenten Kinder der Preisträgerinnen und Preisträger in einer Videolaudatio auf sehr persönliche und berührende Art die Leistung ihrer Eltern gewürdigt.

Anka Ljubek kam 1974 aus dem ehemaligen Jugoslawien (heute Kroatien) nach Bocholt. Sie hat bis zu ihrer Rente als OP-Schwester gearbeitet. Sie wurde von ihrem Sohn Carlo Ljubek begleitet, er ist Schauspieler.

Hoai Nam Duong kam 1988 aus Vietnam in die DDR. Er gründete eine Shaolin Kung-Fu-Schule in Chemnitz. Er kam mit seiner Tochter Mai Duong Kieu, sie ist heute Schauspielerin.

Yang-Hee Kim kam 1972 aus Korea. Sie hat 45 Jahre lang als Krankenschwester gearbeitet. Begleitet wurde sie von ihrem Sohn Min-Sung Sean Kim, er ist Managing Partner beim DHV, einem Fonds für digitale Gesundheit.

Zeynep Gürsoy kam 1971 aus der Türkei. Sie hat 47 Jahre am Fließband gearbeitet und nach dem Tod des Ehemanns die Familie allein versorgt. Mit ihr kam ihre Tochter Dr. Dilek Gürsoy, sie ist heute Herzchirurgin.

Die Verleihung des Talisman. Der Film zur Veranstaltung

Am 14. Mai 2019 hat die Deutschlandstiftung Integration mit einem Festakt das 70-jährige Bestehen des Grundgesetzes gefeiert und Margot Friedländer mit dem Talisman-Preis 2019 geehrt. In ihrer Festrede würdigte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel das Grundgesetz und rief alle Deutschen dazu auf, die Grundrechte zu verteidigen. Auch Bundespräsident a.D. Christian Wulff betonte in seiner Ansprache die Relevanz der Verfassung. Die Laudatio auf die Preisträgerin des Talisman hielt Dr. Mathias Döpfer. 400 Gäste aus Politik und Wirtschaft, aus Verwaltung und Kultur sowie aktuelle und ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten des GEH DEINEN WEG-Programms folgten der Einladung in das Auditorium des Allianz Forums am Brandenburger Tor.

Bilder von der Veranstaltung in Berlin finden Sie hier.

Die Geschichte des Talisman

Der Preis wird an nationale und internationale Persönlichkeiten und Projekte verliehen, die sich entweder durch ihre eigene Vita oder ihr herausgehobenes Engagement für den Zusammenhalt in der Gesellschaft verdient gemacht haben. Dieses beispielhafte Engagement kann in einem ehrenamtlichen, künstlerischen oder literarischen, gesellschaftspolitischen oder wirtschaftlichen Bereich angesiedelt sein.

Das Wort Talisman entlehnt sich aus verschiedenen Sprachen wie dem Italienischen, Arabischen und dem Griechischen. Es ist im Kern auf die griechischen Begriffe telein und telos zurückzuführen, die Vollenden und Ziel bedeuten.

Der Talisman als Glücksbringer ist ein Gegenstand, dem kultur- und sprachübergreifend positive Wirkung auf Personen und Geschehnisse zugeschrieben wird. Es handelt sich um einen Glücksbringer, der nicht aufgrund seiner Beschaffenheit, sondern aufgrund der Bedeutung und Wirkung, die ihm aktiv zugeschrieben werden, zu einem ganz persönlich auserwählten Hoffnungsbringer wird.

 

Die Deutschlandstiftung ehrt mit dem Talisman einen Preisträger, der ein Glücksfall für Deutschland bedeutet. Die Ideen bzw. Taten des Preisträgers tragen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei, indem sie den Respekt vor Verschiedenheit in Harmonie vereinen.

Der Künstler Matt Druyen wurde mit der Gestaltung des Preises betraut:

„Der Preis aus schwerem Edelstahl mit mattierten und glänzenden Oberflächen typisiert die Unterschiedlichkeit im Äußerlichen, den Schein der Geschlossenheit des Individuums und der Gruppe im Kontext zu anderen und vor allem anders scheinenden Individuen und Gruppen. Sein Herzstück ist ein farbenfroher, verspielter und abgrenzender wie integrierender Glaskörper mit Durchsicht.“ 

Die Goldene Victoria

Eine wichtige Zielsetzung der Arbeit der Deutschlandstiftung Integration ist es, mit öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten das Thema Integration auf die Agenda zu setzen. Die Verleihung der Goldenen Victoria an Miroslav Klose schaffte genau dies: Bei der feierlichen Gala im Auswärtigen Amt in Berlin hat Deutschlands erfolgreichster Stürmer und Fußballweltmeister 2014 von Bundeskanzlerin Angela Merkel den Preis für Integration überreicht bekommen.

In ihrer Begründung hob die Jury die besonderen Verdienste des Ausnahmetalents um die Integration in Deutschland hervor: „Miroslav Klose zeigt durch seine Lebensgeschichte als Sohn polnischer Eltern in Deutschland auf, dass Zuwanderung und erfolgreiche Integration eine Gesellschaft bereichern und stärker machen. Als Repräsentant einer bunten und vielfältigen Nationalmannschaft steht er für ein weltoffenes und tolerantes Deutschlandbild, für welches auch die Deutschlandstiftung Integration jeden Tag arbeitet."

Goldene Victoria für Integration Ehemalige Preisträger

2008 | Aydin Doğan – Laudatio: Dr. Wolfgang Schäuble

2009 | Dietmar Hopp – Laudatio: Prof. Dr. Maria Böhmer

2010 | Liz Mohn – Laudatio: Joachim Löw

2011 | René Obermann – Laudatio: Uli Hoeneß

2012 | Dr. Rüdiger Grube – Laudatio: Prof. Dr. Maria Böhmer

2013 | Regine Sixt – Laudatio: Erich Prinz zu Lobkowicz & Sunnyi Melles

2014 | Miroslav Klose – Laudatio: Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel

2019 | Margot Friedländer - Laudatio: Dr. Mathias Döpfner 

Nachhaltiges EngagementStarke Partner an unserer Seite

Die Unternehmen Deutsche Telekom, EDEKA, Coca-Cola und Daimler unterstützen die Deutschlandstiftung Integration als strategische Partner. Das langfristige Engagement macht die erfolgreiche Arbeit der Stiftung erst möglich und verdeutlicht, welche Bedeutung das Thema Integration für die Wirtschaft in Deutschland hat. 

Neben der finanziellen Förderung engagierten sich die Partner seit Jahren aktiv im Stipendienprogramm GEH DEINEN WEG, beispielsweise durch die Vermittlung von Mentoren oder die Organisation von Seminaren und Fortbildungen für unsere Stipendiaten.