Geflüchtete Ukrainer:innen in Deutschland – engagiert und voller Potenzial. Mit unserem Förderprogramm Fast Track fördern wir das soziale Engagement junger Ukrainer:innen und stärken ihre Integration. Über 90 Teilnehmende setzen bundesweit Projekte mit sozialer Wirkung um: Sprachlern-Apps, Workshops für Familien, rechtliche Beratung oder Unterstützung beim beruflichen Wiedereinstieg. So entstehen Räume für Begegnung, Orientierung und gesellschaftliche Teilhabe. Fast Track begleitet die Teilnehmenden in einem 14-monatigen Programm mit Trainings, Coachings, Mentoring und Vernetzung. Mit der Stronger Together-Kampagne machen wir ihr Engagement sichtbar: Ukrainer:innen bringen Ideen, Fachwissen und Motivation ein. Integration gelingt dort, wo Menschen sich begegnen, voneinander lernen und gemeinsam gestalten. Seit 2023 wird Fast Track aus Mitteln der EU, des Bundes und mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Mercator gefördert.
Portrait Fotos: DSI / Pavlo Sepi
Fast Track in der Presse / FUNDRAISING magazin 5/2024. Lesen Sie mehr hier.
Fast Track in der Presse / Rheinische Post 3.12.2024. Lesen Sie mehr hier.
Yevheniia kommt aus Kyjiw und lebt seit März 2022 in Essen. Nach dem Philosophie-Studium in der Ukraine war sie als PR-Managerin tätig. Das Projektthema, mit der sie sich für die Teilnahme am Fast Track im Herbst 2023 beworben hat, ist: Informationsunterstützung für ukrainische Geflüchtete. Dafür hat sie einen Informationskanal "Rund um Essen" für Ukrainer:innen in Essen & Ruhrgebiet entwickelt: Zur Initiative. Sie recherchiert und veröffentlicht (in ukr und dt. Sprache) Infos zu Fragen des alltäglichen Lebens in NRW und Informationen zu Veranstaltungen in der Region rund um Essen, die für die dort lebende ukrainische Community hilfreich sein könnten.
Als in der Ukraine ausgebildeter Rechtsanwalt mit Berufserfahrung kam Maksym im März 2022 aus Kyjiw nach Berlin. Durch das Programm Fast Track erhielt er nach eigenen Aussagen entscheidende Impulse für seine persönliche und fachliche Weiterentwicklung. Er verschaffte sich Klarheit darüber, wie er seinen Jura-Abschluss in Deutschland nutzen kann, und beginnt im März 2025 ein Masterstudium in Deutschem und Europäischem Recht. Zudem engagiert sich Maksym gesellschaftlich. Für das nächste Jahr plant er, als Bürgervertreter im Migrationsrat Lichtenberg zu kandidieren.
Rena Shyrinova stammt aus Donezk und lebt heute in Neukirchen-Vluyn. Sie hat einen Bachelor in Finanzwissenschaften und einen Master in Anglistik und Literaturwissenschaft. In Deutschland engagiert sie sich ehrenamtlich und beruflich im Bereich Integration und Arbeitsmarktunterstützung für Geflüchtete. Mit ihrer Erfahrung als Projektmanagerin verfolgt sie klare Ziele: Projektmanagement-Kompetenzen ausbauen, besonders in Animation, Gaming und Softwareentwicklung. Dafür sammelt sie praktische Erfahrung durch Freiwilligenarbeit, Weiterbildungen und Praktika. Ein zentrales Anliegen ist ihr die Integration ukrainischer Geflüchteter ab 35 Jahren mit geringen Sprachkenntnissen. Sie unterstützt sie beim Bewerbungsprozess und Zugang zu beruflichen Chancen. Zudem coacht sie Geflüchtete im IT-Bereich beim Verein Imagine e.V. und teilt Tipps zur Jobsuche auf LinkedIn. Aktuell interessiert sie sich verstärkt für Nachhaltigkeit und bleibt trotz Job und Sprachkurs ehrenamtlich aktiv. Zu einer Berichterstattung in der Rheinischen Post.
Tetiana Tuzhylina stammt aus Sumy in der Ukraine und lebt seit 2022 in Heidelberg. Sie hat Wirtschaftskybernetik studiert und befindet sich aktuell in einer beruflichen Orientierungsphase. Sie interessiert sich besonders für IT und IT-Marketing. Im Fast-Track-Programm hat sie das Projekt „Digitale Sicherheit für Senioren“ gestartet, um älteren Menschen digitale Grundkenntnisse zu vermitteln. Zwischen März und Juli 2025 leitete sie wöchentliche Kurse für ukrainische Senior:innen und vier Workshops für deutschsprachige Teilnehmende. Die positiven Rückmeldungen motivieren sie, das Projekt auszubauen und perspektivisch freiberuflich, z. B. in Kooperation mit Volkshochschulen, anzubieten. Tetiana möchte älteren Menschen mehr Sicherheit im Umgang mit Technik ermöglichen und schätzt Mentoring als Raum für Feedback, Motivation und Austausch.
Iryna Rypianchyn kommt aus Solotschiw in der Region Lwiw (Ukraine) und lebt derzeit in Berlin. Die 25-jährige Iryna ist Dolmetscherin, Kultursprachmittlerin und Dichterin. Sie hat Englische Sprache und Literatur studiert und sich bereits während ihrer Studienzeit sozial engagiert. Seit April 2022 engagiert sie sich als Sprachmittlerin bei JOHANNITER-UNFALL-HILFE e.V.. Iryna interessiert sich sehr für gesellschaftlich-politisches Engagement und verbindet dabei Sprache, Kultur und soziale Verantwortung. Sie möchte mit ihren Kenntnissen und Fähigkeiten Brücken zwischen Deutschland und der Ukraine bauen. Im Rahmen des Fast Track-Projekts initiierte Iryna eine Veranstaltungsreihe zur Finanzbildung – FinUp, die sie gemeinsam mit einem anderen Teilnehmer von Fast Track umsetzt. Ziel der Reihe ist es, praktisches Wissen rund um Finanzfragen den Ukrainer_innen in Deutschland zu vermitteln. Themen wie Steuererklärung, Versicherungswesen, Selbstständigkeit, Gründung, Investitionen und passives Einkommen – Begriffe, die viele kennen, aber selten in die Praxis umsetzen können.
Yurii Boiko stammt aus Uman und lebt seit 2022 in München, Bayern. Er ist Senior Consultant im Bereich SAP-Security und Berechtigungen bei Protiviti GmbH und studiert parallel Betriebswirtschaftslehre an der Ukrainischen Freien Universität München. Sein Fachschwerpunkt liegt im SAP-Systemmanagement, in dem er mehrere Zertifizierungen erfolgreich absolviert hat. Yurii verfolgt eine klare berufliche Vision: den Aufbau eines eigenen Unternehmens im Bereich IT oder Beratung. Sein Interesse gilt insbesondere innovativen Projekten an der Schnittstelle zwischen Technologie, Wirtschaft und gesellschaftlichem Engagement.
Olena Dubenets stammt aus Winnyzja und lebt seit 2022 in München. Sie hat Politikwissenschaft an der Vasyl-Stus-Universität Donezk studiert und absolviert derzeit ein Masterstudium in Internationalen Beziehungen an der Ukrainischen Freien Universität in München. Parallel dazu arbeitet sie als selbstständige Senior Social Media Marketing Managerin und entwickelt ihre eigene Agentur weiter. Im Rahmen des Fast Track-Programms arbeitete Olena gemeinsam mit Yurii Boiko an einem Projekt zur Stärkung des Bundes ukrainischer Student:innen in Deutschland e.V. Ziel ist es, durch kulturelle und bildungsbezogene Veranstaltungen die Integration ukrainischer Jugendlicher in Deutschland zu fördern, das Bewusstsein für ukrainische Kultur zu stärken und eine Plattform für Studien- und Karriereförderung auszubauen.
Karyna Holumbiovska kommt aus Mykolaiv in der Ukraine und lebt derzeit in Berlin. Die 30-Jährige hat einen Masterabschluss in Management und bringt Berufserfahrung als Projektmanagerin mit. Besonders engagiert sie sich für Geflüchtete und deren Integration in Deutschland. Karynas berufliche Vision verbindet Gesundheit, Kultur und digitale Innovation. Sie bietet praxisorientierte Formate zur Förderung der mentalen und körperlichen Gesundheit an, zum Beispiel Frauentreffen mit Meditation und Yoga, Lesungen von Gedichten oder Filmvorführungen, die sie gemeinsam mit dem Verein Zentralverband der Ukrainer in Deutschland organisiert. Nach ihrer Teilnahme am Fast Track-Programm absolvierte Karyna zusätzlich ein dreimonatiges Praktikum bei Fast Track. Parallel dazu begann sie einen Sprachvorbereitungskurs für die Universität. In dieser Zeit meisterte sie oft einen bis zu zwölfstündigen Arbeitstag.“
Serhii kommt aus Mariupol und lebt seit Juli 2022 in Berlin. Er war bereits vor der Flucht als Aktivist und Künstler aktiv und spielte in dem Dokumentarfilm “Anja und Serjoscha” (2018) von Ivette Löcker über die Jügendliche in der ostukrainischen Stadt Mariupol mit, hier geht's zum Film. Mit Ansätzen für gemeinschaftliche Begegnungen möchte er auch in Deutschland der Einsamkeit entgegenwirken, ob im städtischen oder im ländlichen Raum. Das Projekt zielt darauf ab, ältere Menschen aktiv einzubinden, um ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu nutzen. Ein weiteres Ziel ist die Förderung der Entwicklung der ukrainischen Kunst und Kultur, um künstlerische Ausdrucksformen zu unterstützen und zu verbreiten. Durch diese Maßnahmen wird auch die Integration in die deutsche Gesellschaft gefördert und die ukrainische Diaspora gestärkt und diversifiziert. Zur Initiative.
Daria kommt aus Charkiw und lebt in Landau, Rheinland-Pfalz. Gemeinsam mit einer anderen Fast Track Teilnehmenden war sie zunächst an einem Projekt beteiligt, das Internet für ältere Menschen zugänglicher macht und ihre digitale Kompetenzen stärkt. Nachdem sie sich außerdem mit dem Frauennetzwerk Pfalz verbündet hat, haben sie gemeinsam den International Woman Circle ins Leben gerufen, welcher durch diverse Formate Vernetzung und Austausch migrantischer Frauen in der Region fördert. Im Rahmen dessen wurde im Frühling 2025 beispielsweise die sogenannte Landauer Frauenmesse durchgeführt. In der nach und nach wachsenden Community beteiligen sich auch Frauen, die bereits länger in Deutschland leben und ihre Erfahrungen mit den Neuankömmlingen teilen.
Maryna (26) stammt aus Krywyj Rih und war bereits nach dem Studium der Germanistik als Lehrerin tätig. Seit 2022 lebt sie in Berlin. Ihre Sprachkenntnisse sind ihr direkter Zugang zu Menschen und Themen aus ihrer Heimat. Über drei Jahre lang schrieb sie als Autorin und Redakteurin für ntv.de über Politik, Gesellschaft und die Entwicklungen in der Ukraine. Parallel hat sie ihren Master in Digitalem Journalismus an der Hamburg Media School abgeschlossen. Ehrenamtlich arbeitet Maryna an einem Podcast und an einer digitalen Lern-App für ukrainische Nutzer:innen, die Deutsch lernen möchten. Ihr Ansatz unterstützt die Lernenden nicht nur mit sprachrelevanten Wissen, sondern bringt gesellschaftskulturelle Aspekte des Lebens in Deutschland nahe. In Zukunft soll die App auch für andere Sprachgruppen zugänglich sein, die Deutsch lernen möchten.
Anife stammt aus Kyjiw und kommt ursprünglich von der Krim. Sie lebt in Deutschland, in der Stadt Dortmund. Sie hat den Verein SkillKraft e.V. gegründet, in dem sie gemeinsam mit Jugendlichen – sowohl deutschen als auch geflüchteten – diverse Projekte umsetzt. Diese Projekte helfen jungen Menschen dabei, ein Portfolio aufzubauen, um ihre beruflichen Chancen und ihr Wohlbefinden zu verbessern. Zum Beispiel hat das Team kürzlich ein dreiminütiges Video für das Deutsche Rote Kreuz produziert, das auf Instagram unter skillkrafted_ed zu sehen ist. Außerdem wurde z.B. ein Interview mit einem großen deutschen Unternehmen gefilmt, das demnächst auch veröffentlicht wird. Anife’s aktuelles Ziel ist es, ein Kernteam aufzubauen und die Medienpräsenz durch verschiedene Medienprojekte zu stärken.
Yuliia (32) kommt aus Schostka im Nordosten der Ukraine und lebt in Göttingen. Sie ist eine engagierte Pädagogin mit umfangreicher Erfahrung im modernen Bildungsbereich. Vor Beginn des Krieges in der Ukraine arbeitete sie als Lehrerin und setzte sich aktiv für innovative Unterrichtsformen ein. Während der COVID-19-Pandemie gehörte sie zu den ersten Lehrkräften, die digitalen Unterricht eingeführt haben. Ihre Erfahrungen teilte sie mit Kolleg:innen in Workshops über EdCamp.ua. Im Rahmen der Reform „Neue Ukrainische Schule“ war sie Mitglied eines Pilot-Teams, das neue Bildungsprojekte testete und evaluierte. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit lag auf Antidiskriminierung und inklusiver Bildung. Derzeit befindet sie sich in der Abschlussphase ihrer beruflichen Ausbildung als Quereinstieg zur staatlich geprüften sozialpädagogischen Assistentin. Sie engagiert sich im Projekt „Wir schreiben zusammen“. Ihr langfristiges Ziel ist es, ein Nachhilfe- und Betreuungszentrum zu gründen, das benachteiligten Kindern hilft und ukrainischen Lehrkräften berufliche Chancen bietet. Bildungsgerechtigkeit und Integration stehen für sie im Mittelpunkt. Mit ihrem Engagement möchte sie Brücken bauen und soziale Teilhabe stärken.
Sofiia ist 24 Jahre alt und kommt aus Sumy, wo sie 2022 ihr Medizinstudium begonnen hatte. Sie studiert Physiotherapie in Berlin und plant anschließend ein Medizinstudium fortzusetzen. Mit ihrem Projekt „Gemeinsam für Chancen“ möchte sie Ukrainer:innen über Bildungs-, Ehrenamts- und Karriereangebote informieren und so ihre aktive Teilhabe in Deutschland fördern. Sofiia engagiert sich im Projekt einer anderen Fast Track Teilnehmerin „Wir schreiben zusammen“. Ihr Weg verbindet Engagement, Wissen und den Wunsch, Menschen zu helfen.
Anna ist 22 Jahre alt und stammt aus Kyjiw und lebt in München. Beruflich verfügt Anna über einen ukrainischen Bachelorabschluss im Bereich der Angewandten Mathematik. In München organisiert sie ehrenamtlich Tanzworkshops, die psychologische Rehabilitation und Gemeinschaftsbildung unterstützen sollen. Anna möchte sich weiterentwickeln, weitere Sprachen lernen und sich im Sportbereich engagieren. Ihr Lebensweg ist geprägt von der Leidenschaft für Bewegung, Fremdsprachen und analytisches Denken.
Oksana ist 40 Jahre alt und kommt aus Lviv und lebt in Münster. Neben ihrer Vollzeitstelle engagiert sie sich in Integrationsprogrammen, denn es ist ihr wichtig, Menschen aus verschiedenen Kulturen ein leichteres Ankommen zu ermöglichen. Besonders am Herzen liegt ihr die Förderung von Lehrer:innen: Wie können sie wachsen, welche Rechte und Pflichten haben sie im deutschen Schulsystem und welche Weiterbildungen brauchen sie wirklich? Aktuell schreibt sie zudem an ihrem eigenen Buchprojekt. Oksana möchte langfristig durch Bildungsarbeit und Mentoring Lehrkräfte, Eltern und Kinder nachhaltig stärken. Mit viel Erfahrung als Englischlehrerin bringt sie pädagogisches Gespür, Empathie und Klarheit in jedes Projekt ein, an dem sie arbeitet. Sie liebt es, Brücken zu bauen – zwischen Menschen, Sprachen und Ideen.
Alisa ist 19 Jahre alt, stammt aus Kyjiw und lebt heute in Frankfurt am Main. Hier studiert sie aktuell Politikwissenschaft sowie Kulturanthropologie in Mainz. In ihrem sozialen Projekt organisiert sie Veranstaltungen für Deutsche und Ukrainer:innen. Dabei stehen gesellschaftliche Themen im Mittelpunkt, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen beiden Kulturen sichtbar machen. Ziel ist es, einen offenen Austausch und gegenseitiges Verständnis zu fördern. Durch ihr Gesangstalent bereichert Alisa außerdem regelmäßig das Programm von DSI-Veranstaltungen.
Yelyzaveta ist 28 Jahre alt und stammt aus Dnipro und lebt heute in Bochum. Sie war Eventmanagerin und verfügt über 10 Jahre Erfahrung in der Eventbranche. In Deutschland organisiert sie Kinderlager und begleitet sowohl Deutsche als auch Ukrainer:innen nach Berlin, Spanien, Italien sowie zum Skifahren nach Österreich und in die Schweiz. Derzeit ist sie verantwortlich für den ukrainischen Jugendclub in Essen beim AWO Jugendwerk. Für ihr Engagement wurde sie 2025 sogar vom Oberbürgermeister von Essen als „Ehrenamtliche der Stadt Essen“ ausgezeichnet. Sie sucht weiterhin eine Anstellung im Bereich Eventmanagement und bringt dafür umfangreiche Erfahrung in Deutschland und im Ausland mit. Ihr Projekt widmet sich der Integration und Selbstverwirklichung geflüchteter Ukrainer:innen in Deutschland und zielt darauf ab, die ukrainische Diaspora zu stärken. Derzeit leitet Yelyzaveta regelmäßig kreative Treffen und Workshops für Ukrainer:innen unterschiedlichen Alters in Bochum. Beruflich sieht Yelyzaveta ihre Zukunft im internationalen Projektmanagement.
Olha ist 27 Jahre alt, stammt aus Pokrowsk (bei Charkiw) und lebt heute in Frankfurt am Main. Sie engagiert sich im Bereich Demokratie, Kultur und Integration. In ihrem Projekt unterstützt sie ukrainische Geflüchtete durch Bildungs- und Kulturarbeit mit einem Fokus auf die Stärkung von Kommunikation, Medienkompetenz und Problemlösungsfähigkeiten. Ein zentrales Anliegen ist für sie der Schutz vor Fake News, das Erkennen von Propaganda sowie die Stärkung von Solidarität in Europa. Mit Angeboten wie Begegnungstreffen und gemeinsamen Aktivitäten schafft sie Räume für Austausch zwischen Geflüchteten und der ukrainischen Diaspora und versucht zugleich, auch die lokale Bevölkerung aktiv in diese Initiativen einzubeziehen. Zum Beispiel das Projekt einer Demonstrations-Performance „Unity Net“.
Valentyna, 24 Jahre alt, stammt ursprünglich aus Kramatorsk und hat Geschichte und Archäologie in Nationale Wassyl-Stus-Universität Donezk studiert. Heute lebt sie Heidelberg. Dank ihrer guten Deutschkenntnisse ist sie aktiv und bereits gut sicher im deutschen Kultur- und Dialograum eingebunden. Im Mittelpunkt ihres Engagements steht die Idee eines Kultur-Hubs, der als Treffpunkt für Kunst, Austausch und Begegnung zwischen ukrainischer Jugend und älteren Menschen dient. Ein wichtiger Meilenstein ihres Projekts war bisher die von ihr konzipierte und kuratierte Ausstellung „Kultur in der Emigration“, die Arbeiten ukrainischer Künstler:innen im August 2025 in Düsseldorf zeigte. In Kooperation mit zwei weiteren Fast-Track-Teilnehmerinnen hat sie außerdem einen literarisch-poetischen Abend unter dem Titel „Stimme der Emigration“ organisiert. Valentyna hält überdies gelegentliche Vorträge zu Themen der ukrainischen Geschichte und Kultur. Updates zu ihren weiteren Aktivitäten kann man auf ihrem Instagram Account @100_cbv mitverfolgen.
Hanna ist 33 Jahre alt, ist aus Kyjiw und lebt heute in Berlin. Sie steht mit ihrem Weg für Durchhaltevermögen, Eigeninitiative und den Mut, trotz Herausforderungen an die eigenen Ziele zu glauben. Hanna organisiert in Berlin kreative Treffen für ukrainische Familien, bei denen gemeinsam gemalt, gebastelt und Zeit miteinander verbracht wird. Sie konnte für ihr Projekt eine finanzielle Unterstützung des Bezirks Hellersdorf bekommen. Nach intensivem Spracherwerb studiert Hanna seit 2025 Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule.
Viktoriia (28) kommt aus Nikopol in der Ukraine und lebt heute in Berlin. Sie spricht Deutsch auf C2-Niveau und entwickelt sich beruflich im Bereich Personalmanagement. Viktoriia engagiert sich aktiv als ehrenamtliche Dolmetscherin für Cinemova e. V. bei Veranstaltungen auf Ukrainisch und Deutsch. Viktoriia arbeitet an einer praxisorientierten zweisprachigen (Deutsch/Ukrainisch) Webinar-Reihe zur deutschen Grammatik. Im Zentrum ihres Projekts steht die Unterstützung ukrainischer Deutschlernender durch die Vermittlung bewährter Denk- und Lernstrategien aus ihrer langjährigen Erfahrung als Nachhilfelehrerin für Deutsch.
Nikita (24) kommt aus Tscherkassy und lebt heute in Berlin. Als erfolgreicher Kick-Boxer hat er mehrere Titel inne, unter anderem ist er Berliner Meister und deutscher Vizemeister. Aktuell bereitet er sich auf ein Studium vor und absolviert einen Sprachkurs in C1. Sein besonderes Interesse gilt der psychosozialen Unterstützung sowie der beruflichen Integration von Ukrainer:innen in Deutschland. Als ersten konkreten Schritt plant er in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz einen Blutspendetag von Sportler:innen für Deutsche und Ukrainer:innen in Berlin zu organisieren. Langfristig sieht Nikita seine Zukunft im gesellschafts-politischen Engagement und hat große Ambitionen beispielsweise in einer gemeinnützigen internationalen Organisation, in der Politik oder in der Sportverwaltung mitzuwirken.
Tetiana (36) kommt aus Schytomyr und ist Rechtsanwältin mit rund zehn Jahren Berufserfahrung in der Ukraine (Odessa). Heute lebt sie in Berlin. Ihre ersten Arbeitserfahrungen aus der Rechtsabteilung eines in Berlin ansässigen internationalen Unternehmens erweitert sie aktuell, indem sie sich in den Bereichen deutsches Arbeitsrecht, Leadership und HR-Management weiterbildet. Ihr Projekt zielt darauf ab, das Verständnis für kulturelle Vielfalt zu vertiefen und die interkulturelle Kommunikation zwischen qualifizierten Ukrainer:innen und Deutschen im Arbeitsumfeld zu verstärken. Geplant sind Austauschformate, Interviews und praxisnahe Gespräche zu Themen wie länderspezifischer Etikette, kulturellen Unterschieden und typischen Stolpersteinen im Berufsleben. Auf diese Weise schafft Tetiana einen Raum für Lernen aus Erfahrung und unterstützt sowohl bereits tätige Fachkräfte als auch Personen, die sich auf ihren Einstieg in die deutsche Arbeitswelt vorbereiten.
Kateryna (23) Jahre kommt aus Odessa. Aktuell studiert sie Kommunikationswissenschaften und Politikwissenschaft in Berlin. Sie hat sich an Projekten zur informellen politischen Bildung für Jugendliche beteiligt und unterstütze diese als Moderatorin. Bald beginnt sie ihr Praktikum bei Austausch e.V., um ihre beruflichen Fähigkeiten weiter auszubauen. Ihr Ziel ist es, langfristig im Bereich der internationalen Beziehungen zu arbeiten und die Beziehungen zwischen der Ukraine und Deutschland zu stärken.
Yelyzaveta (32) war bereits als Architektin in Kyjiw tätig und lebt seit 2022 in Berlin. Sie entwickelt das Projekt Ukraine City Lab. Ein Info-Kanal für ukrainische Architekt:innen und andere Fachkräfte im Bauwesen in Deutschland. Das Projekt hat zum Ziel, Austausch, Berufsinformationen und Community-Bildung zu fördern, mit langfristiger Perspektive auf die Beteiligung am Wiederaufbau der Ukraine. Yelyzaveta absolviert eine Weiterbildung in Bauleitung und Bauprojektmanagement. Außerdem vernetzt sie sich aktiv und engagiert sich, nicht nur im Architektur- und Bausektor, sondern auch im sozial-politischen Bereich. Yelyzaveta sucht nach Verbündeten und freut sich über Unterstützung für ihr Projekt, z. B. durch Mentor:innen, Speaker:innen und Vereine oder aber Interessierte, die als Zuhörer:innen oder Teil der Community dabei sein möchten.
Veronika (24) kommt aus Dnipro und lebt heute in Mannheim, wo sie ihr Masterstudium in Social Data Science begonnen hat. Inhaltlich setzt sie sich mit den Integrationsherausforderungen von Migrant:innen in Deutschland und deren öffentlicher Wahrnehmung auseinander, insbesondere im Kontext ukrainischer Geflüchteter. Neben der wissenschaftlichen Perspektive möchte sie durch politischen Aktivismus und öffentliche Redebeiträge aktiv Einfluss auf gesellschaftliche Diskurse nehmen. Ein erstes Projekt hat Veronika bereits in Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt, wo sie vor dem Umzug nach Mannheim lebte - einen ukrainischen Abend, bei dem sie deutschen Gästen die Geschichte und Kultur ihres Herkunftslandes nähergebracht hat.
Yaroslav (22) stammt aus Kyjiw und lebt heute in Hamburg. Aktuell macht er eine Ausbildung als Eventmanager. Mit großem Engagement setzt er sich für die Sichtbarkeit ukrainischer Kultur und dessen kreativen Ausdruck ein und möchte so Integration und interkulturellen Austausch fördern. Sein Ziel ist es, in Hamburg einen offenen Raum für ukrainischen Kulturaustausch zu etablieren. Einen ersten wichtigen Schritt hat er bereits gemacht, indem er im November 2025 das Event „PONG:NOISE“ mit ukrainischen Musiker:innen und Künstler:innen organisiert hat. Dieses Auftaktprojekt markiert den Beginn seines Weges als Kulturinitiativenmacher in Deutschland. Das nächste Event von “Pong:Noise“ steht bereits im März 2026 bevor.
Mohammed Tahmid Islam wurde in Bangladesch geboren und wuchs in Mykolajiw in der Südukraine auf, bevor er 2022 nach Deutschland kam. In der Ukraine schloss Tahmid den Kurs „Computergrafik und Design“ an der Computerakademie STEP erfolgreich ab. Seitdem hat er in mehreren Städten gelebt, darunter Berlin und München, was seine Perspektive weiter geprägt hat. Mit Erfahrung in Grafikdesign und Programmierung sowie einer Leidenschaft für internationale Wettbewerbe verbindet Tahmid kreative und technische Fähigkeiten in seinem Engagement. Er spricht sieben Sprachen und liebt es, sie zu nutzen, um Menschen aus unterschiedlichen Kulturen miteinander zu verbinden. Tahmids Fast-Track-Projekt beschäftigt sich mit einer Erfahrung, die viele kennen: der Unsicherheit in einer neuen Stadt. Neuankömmlinge haben oft Schwierigkeiten, authentische Orte, offene Menschen und für sie relevante Veranstaltungen zu finden. Um das zu ändern, entwickelt er eine Plattform, die dabei hilft, den neuen Standort zu entdecken – vor allen jene Seite der Stadt, die auf gewöhnlichen Stadtplänen selten zu sehen ist. Sein Ziel dabei lautet: Niemand soll eine neue Stadt allein erkunden müssen!
Die Unternehmen EDEKA, Coca-Cola, Mercedes-Benz und Lotto unterstützen die Deutschlandstiftung Integration als strategische Partner. Das langfristige Engagement macht die erfolgreiche Arbeit der Stiftung erst möglich und verdeutlicht, welche Bedeutung das Thema Integration für die Wirtschaft in Deutschland hat.
Neben der finanziellen Förderung engagierten sich die Partner seit Jahren aktiv im Stipendienprogramm GEH DEINEN WEG, beispielsweise durch die Vermittlung von Mentoren oder die Organisation von Seminaren und Fortbildungen für unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten.