Ein Abend der Vielfalt, der Offenheit und des Dialoges

Auf Einladung des Stiftungsratsvorsitzenden Bundespräsident a.D. Christian Wulff kamen am gestrigen Abend Vertreter aus Verbänden, Medien, Wirtschaft und Politik in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom mit den aktiven und ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten der Deutschlandstiftung Integration zusammen. Die Abendveranstaltung war das Highlight des ersten Tages der diesjährigen Stipendiatenkonferenz „Dialogforum“ des GEH DEINEN WEG Stipendien- und Mentorenprogramms, die am 4. und 5. Dezember in Berlin stattfindet.

In diesem Jahr wird die Konferenz großzügig vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert. Deshalb hatten die Stipendiatinnen und Stipendiaten beim Eröffnungspanel der Tageskonferenz am Montag die Gelegenheit, mit der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit Annette Widmann-Mauz, MdB über aktuelle Fragen der Gesundheitspolitik zu diskutieren. Im weiteren Verlauf der Konferenz werden Experten und Vertreter aus Politik und Wirtschaft in unterschiedlichen Panel- und Diskussionsformaten heute das Thema „Deutschland 2050 – Wohlstand, Sicherheit, Technologie“ betrachten.

Durch die Abendveranstaltung moderierte Michel Abdollahi gewohnt amüsant. Es war ein Abend, der viele langjährige Unterstützer und Weggefährten der Deutschlandstiftung zusammenbrachte. Stellvertretend für die Unternehmenspartner Deutsche Telekom, EDEKA, Coca-Cola und Postbank begrüßte Stiftungsratsmitglied und Senior Vice President Corporate Responsibility der Deutschen Telekom AG Birgit Klesper die rund 350 Gäste, besonders herzlich die aktiven und ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten: „Hier in diesem Haus, kommen Vergangenheit und Zukunft zusammen. Es geht darum, die Vielfalt in unserer Gesellschaft als Chance zu erkennen und zu gestalten. Stipendiatinnen und Stipendiaten, Ehemalige und Mentoren übernehmen dabei eine Schlüsselrolle und das unterstützen wir gerne.“

Der Geschäftsführer der Deutschlandstiftung Dr. Thomas Gauly ließ es sich nicht nehmen, einen Blick in die Zukunft zu wagen: „Nächstes Jahr wird die Deutschlandstiftung Integration zehn Jahre alt. Wir gehen gestärkt und sehr zuversichtlich in dieses Jubiläumsjahr. Bundespräsident a.D. Christian Wulff wird die Stiftung in die Zukunft führen und sie zu einer noch wichtigeren Plattform für all jene machen, die mit uns an der Herausforderung Integration arbeiten wollen und Zuwanderung und Vielfalt als Bereicherung unseres Landes sehen.“

In seiner mit Spannung erwarteten Rede betonte Bundespräsident a.D. Christian Wulff die Bedeutung des Themas für die ganze Gesellschaft: „Die Erkenntnis der letzten Jahrzehnte ist, dass Integration sich zu einer Aufgabe entwickelt, die alle betrifft. Weder ist sie eine ausschließliche Bringschuld derer, die heute zu uns kommen, noch eine alleinige Holschuld der aufnehmenden Gesellschaft. Es ist ein gemeinsamer Prozess, der beide Seiten fordert und beiden Seiten Einiges abverlangt.“

Stellvertretend für die über 550 Mentorinnen und Mentoren des GEH DEINEN WEG Programms standen gestern Abend sechs auf der Bühne, die teilweise schon mehrfach als aktive Ansprechpersonen für Stipendiatinnen und Stipendiaten der Stiftung zur Verfügung standen.

Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley berichtete begeistert von dem Austausch mit ihrer Stipendiatin. „Meine Mentee ist blitzgescheit. Aber sie kann sich immer bei mir vergewissern oder Entscheidungen gegenchecken. Die Mentorenschaft ist für mich eine große Bereicherung und ich werde später mit Stolz sagen können, dass ich ihre Mentorin war.“

Regierungssprecher StS Steffen Seibert hat bereits das zweite Mal einen talentierten Stipendiaten unter seine Fittiche genommen und hatte einen Rat an die jungen Menschen: „Als ich vor vier Jahren als Mentor angefangen habe, da war das für mich mein kleiner Beitrag für die Gesellschaft. Nun haben wir eine veränderte politische Stimmung, darüber kann man nicht hinwegsehen. Wir haben eine politische Kraft im Land und auch im Bundestag, die diese Frage der Identität zu einer Kampfzone machen will. Ich betrachte mein Engagement hier als Beitrag dazu zu sagen: Nein, so ist es nicht. Ich will mich nicht teilen, dividieren oder spalten lassen.“

Tanit Koch, Stiftungsratsmitglied der Deutschlandstiftung Integration, ist als BILD Chefredakteurin die Wunschmentorin eines jungen Stipendiaten gewesen. Auf die Frage, was die Medien zum GEH DEINEN WEG Programm beitragen können, antwortete sie: „In Zeiten, in denen viele Beispiele nicht erfolgreicher Integration fast automatisch in den Nachrichten erscheinen, ist es eine Aufgabe dafür zu sorgen, dass Menschen, die daran glauben, dass Integration funktioniert, auch die Argumente dafür an die Hand bekommen. Ich sehe hier einen Saal voller sehr guter Argumente und diese zu vermitteln ist Aufgabe der Medien.“

Zudem berichteten der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Deutschen Zeitschriftenverleger Stephan Scherzer, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung Thomas Krüger und GDW-Alumnus und heute Mentor Soheil Mirpour von ihren Erfahrungen.

Natürlich kamen auch die Stipendiatinnen und Stipendiaten im Laufe des Abends ausführlich zu Wort und präsentierten drei Visionen zum Thema „Deutschland 2050“. Besonders die Beiträge zum Thema Generation Y, Gesellschaft und Digitalisierung und die Initiative Heremos begeisterten die Gäste. Außerdem sorgten zwei GEH DEINEN WEG-Talente für die musikalische Untermalung des Abends am Konzertflügel.

 

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DSI Deutschlandstiftung Integration gGmbH

Die Deutschlandstiftung Integration wurde 2008 vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger gegründet und steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Sie hat sich zusammen ihren Partnern Deutsche Telekom, EDEKA, Coca-Cola und Deutsche Postbank sowie weiteren Förderern und Unterstützern zum Ziel gesetzt, einen sichtbaren Beitrag zum Gelingen von Integration in Deutschland zu leisten.

 

Mit dem Stipendien- und Mentorenprogramm GEH DEINEN WEG hat die Stiftung im Jahre 2012 eines der wichtigsten Förderprogramme für begabte junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ins Leben gerufen. Über 700 Stipendiatinnen und Stipendiaten aus fast 80 Ländern haben in den vergangenen fünf Jahren das Programm durchlaufen. Auf ihrem beruflichen und persönlichen Weg werden sie von fast 600 hochrangigen Mentoren aus Politik, Wirtschaft, Medien, Kultur und Wissenschaft betreut, die bislang mehr als 25.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet haben. Weitere Programminhalte wie Coachings, Themen-Workshops, Praktikumsbörsen und Netzwerk-Events runden das Stipendium ab.